Pränataldiagnostik

Bei Müttern ab dem 35. Lebensjahr wird wegen des ansteigenden Risikos für Chromosomen-Störungen eine genetische Diagnostik des Kindes empfohlen.

angewandte Methoden der Pränataldiagnostik zur Diagnosesicherung:

Die Durchführung der unten genannten Methoden sind keine Standardmethoden. Sie werden empfohlen und durchgeführt, wenn sich ein Risiko sowohl aus der Anamnese als auch durch die gynäkologische Routineuntersuchung ergibt.

Chorionzotten-Biopsie:

In der 10.-12. Schwangerschaftswoche wird entweder abdominal durch die Bauchdecke mit einer dünnen Hohlnadel oder transcervical durch den Muttermund punktiert, um Placentamaterial zu gewinnen. Aus diesem gewonnenen Material wird eine genetische Untersuchung durchgeführt, um der Schwangeren die Gewißheit über ihr Embryo zu geben.

Da diese Untersuchung in eine noch störanfällige Phase der Schwangerschaft fällt, ist das Risiko einer Fehlgeburt groß und wird mit bis zu 4% angegeben. Deshalb wird diese Untersuchung auch nicht vor der 10. SSW  und auch nur in einem Pränatalzentrum durchgeführt.

Amniocentese (Fruchtwasserpunktion):

Diese Untersuchung, in der 16. SSW, gibt der Schwangeren auch Auskunft über den genetischen Status des Feten. Hierbei wird ebenfalls eine dünne Hohlnadel abdominal über die Bauchdecke zur Gewinnung von Fruchtwasser eingeführt. Das Ergebnis der genetischen Untersuchung dauert 1 -2 Wochen. Durch einen sog. "FISH-Test" kann schon am nächsten Tag ein vorläufiges Ergebnis erwartet werden.

Das Risiko für eine Fehlgeburt liegt bei 0,5 - 1%. Diese Untersuchung wird auch in einem Pränatralzentrum durchgeführt.

Die Entscheidung über eine genetische Diagnostik liegt allein bei Ihnen - treffen Sie Ihre Entscheidung ohne Druck!